Ein Thema – verschiedene Perspektiven!
Wie lernt man eigentlich richtig? Wie überwindet man den inneren Schweinehund? Warum bleibt manches Wissen hängen, während anderes schon am nächsten Tag verschwunden ist? Und muss Lernen immer mit langen Texten und Zusammenfassungen verbunden sein?
Auf diese Fragen gibt es nicht die eine Antwort. Schliesslich lernen wir alle unterschiedlich, haben verschiedene Voraussetzungen und stehen vor ganz eigenen Herausforderungen.
Passend zum Thema unseres diesjährigen WissensWerk Journals «Der andere Blickwinkel» haben wir fünf Bücher aus unserem Regal geholt. Vier unterschiedliche Zugänge zum Lernen – und vielleicht ist genau das richtige Buch für Dich oder Dein Kind dabei.
1. Vom Aufschieber zum Lernprofi
Fabian Grolimund | Herder
Bessere Noten, weniger Stress, mehr Freizeit
«Ich mache das später.» Ein Satz, den wohl fast alle Eltern kennen. Und manchmal wird aus später dann morgen. Oder übermorgen.
Fabian Grolimund beschäftigt sich mit genau diesem Problem: Warum schieben wir das Lernen auf, obwohl wir wissen, dass es erledigt werden muss? Und wie gelingt es, endlich anzufangen?
Das Buch zeigt alltagsnahe Wege, um Lernaufgaben besser zu organisieren, Aufschieben zu überwinden und die eigene Lernzeit sinnvoller zu nutzen.
Unser Tipp: Für Jugendliche, die eigentlich wissen, was sie tun müssten, aber Mühe haben, ins Lernen hineinzufinden.
2. Clever lernen
Stefanie Rietzler und Fabian Grolimund | Hogrefe
Lernen kann man lernen!
Möglichst lange am Schreibtisch zu sitzen bedeutet nicht automatisch, dass viel gelernt wird.
Dieses Buch zeigt Kindern und Jugendlichen, wie sie mit geeigneten Lernstrategien mehr aus ihrer Lernzeit machen können. Dabei geht es unter anderem darum, Wissen besser zu behalten, sich auf Prüfungen vorzubereiten und den eigenen Lernalltag zu gestalten.
Besonders schön finden wir die lockere, verständliche Aufmachung mit vielen Illustrationen. Ein Lernratgeber, der nicht schon beim Anschauen nach zusätzlicher Hausaufgabe aussieht.
Unser Tipp: Für Kinder und Jugendliche, die entdecken möchten, wie sie selbstständiger und wirkungsvoller lernen können.
3. Learning How to Learn
Barbara Oakley und Terrence Sejnowski, mit Alistair McConville | Englisch
How to Succeed in School Without Spending All Your Time Studying
Was passiert eigentlich in unserem Gehirn, wenn wir lernen? Warum brauchen wir Pausen? Und weshalb hilft es oft mehr, Wissen aktiv abzurufen, statt denselben Text immer wieder zu lesen?
Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen – sich in einer Fremdsprache ins Lernen vertiefen. Dieses englischsprachige Buch erklärt Kindern und Jugendlichen auf anschauliche Weise, wie Lernen funktioniert. Es verbindet Erkenntnisse aus der Lernforschung mit praktischen Strategien für den Schulalltag.
Besonders spannend ist der Blick hinter die Kulissen unseres Gehirns. Wer versteht, warum bestimmte Lernmethoden funktionieren, kann das eigene Lernen bewusster gestalten.
Unser Tipp: Für neugierige Jugendliche mit guten Englischkenntnissen – und für Erwachsene, die sich für die Wissenschaft hinter dem Lernen interessieren.
4. Mein Skizzen- & Lerntagebuch
Mägi Brändle | hep Verlag
Lernen einmal anders – mit Stift, Skizzen und eigenen Ideen.
Nicht jeder lernt am besten mit langen Texten, sauber gegliederten Zusammenfassungen und Karteikarten.
Dieses Buch lädt dazu ein, Gedanken, Lerninhalte und Ideen zeichnerisch festzuhalten. Skizzen, Symbole und visuelle Notizen eröffnen einen kreativen Zugang zum Lernen.
Dabei geht es nicht darum, besonders schön zeichnen zu können. Viel wichtiger ist, Informationen auf eine eigene Weise zu ordnen, Zusammenhänge sichtbar zu machen und Inhalte aktiv zu verarbeiten.
Unser Tipp: Für alle, die gerne mit Bildern und Farben arbeiten oder beim Lernen einmal einen anderen Weg ausprobieren möchten.
5. ADS – TopFit beim Lernen!
Elisabeth Aust-Claus und Petra-Marina Hammer | OptiMind media
Bedienungsanleitung für dein Gehirn
Warum fällt es manchen Kindern und Jugendlichen so schwer, bei einer Aufgabe zu bleiben, sich zu organisieren oder ihre Aufmerksamkeit gezielt zu steuern?
Dieses Buch betrachtet Lernen aus der Perspektive von Kindern und Jugendlichen mit ADS. Es vermittelt einen verständlichen Zugang zu Aufmerksamkeitsproblemen und zeigt Wege auf, wie sich der Lernalltag besser strukturieren lässt.
Besonders interessant ist der Ansatz, das eigene Gehirn besser kennenzulernen, statt Lernschwierigkeiten einfach mit mangelnder Anstrengung zu erklären.
Unser Tipp: Für Kinder und Jugendliche mit ADS beziehungsweise ADHS und ihre Eltern, die sich mit Aufmerksamkeit, Selbststeuerung und passenden Lernstrategien beschäftigen möchten.
Und welches Buch ist nun das richtige?
Vielleicht das, das gerade zur eigenen Situation passt.
Wer immer wieder aufschiebt, braucht andere Anregungen als jemand, der zwar fleissig lernt, aber kaum Fortschritte sieht. Wer verstehen möchte, wie das Gehirn arbeitet, sucht einen anderen Zugang als jemand, der Lerninhalte lieber zeichnet als aufschreibt.
Genau das erleben wir auch in unserem Lern- und Coachingcenter in Muttenz: Es gibt nicht die eine Lernstrategie, die für alle passt.
Manchmal braucht es einen neuen Plan. Manchmal eine andere Methode. Und manchmal reicht bereits ein anderer Blickwinkel, damit Lernen wieder leichter fällt.
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